Dr. Helmut Martens

"Wissenschaft ist eine wunderbare Angelegenheit, solange man nicht von ihr leben muss" (Albert Einstein)

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Warum ein Angebot vollständiger Buchmanuskripte?

In einer Zehnjahresbilanz, eingestellt auf dieser Homepage im Mai 2021, habe ich dargelegt, dass die fortgesetzte Veröffentlichung von Aufsätzen und Essays als so etwas wie eine publizistische „Strategie als Kunst der Aushilfen" verstanden werden kann. Aufsätze in politischen Zeitschriften könnten weiterhin hinzukommen. Sozialwissenschaftliche Zeitschriften habe ich hingegen bei meinen publizistischen Bemühungen nicht mehr im Blick. Auch meine Versuche, das Interesse eines renommierten größeren Verlages für eines meiner Buchmanuskripte aus den letzten Jahren zu wecken, um aus meiner arbeitsforscherischen und -politischen Nische herauszukommen, habe ich nach mehreren vergeblichen Anläufen aufgegeben. Auch wenn ich nicht gänzlich ausschließen will, dass ich hier doch noch einmal mit einem weiteren Manuskript einen neuen Anlauf unternehme, bedeutete dies, dass meine Homepagerubrik „komplette Bücher" dringend einer sorgfältigen Revision bedurfte. Sie hatte sich in den vergangenen zehn Jahren einigermaßen ‚naturwüchsig' entwickelt. Es war zu überprüfen, ob ich nicht einige ältere Manuskripte herunternehmen und stattdessen neue, die unveröffentlicht geblieben sind neu einstellen sollte. Ebenso war über das Verhältnis von sozialwissenschaftlichen, aber auch philosophischen und literarischen und literaturwissenschaftlichen Texten nachzudenken. In meinem Bilanzessay kann, wer möchte, meine diesbezüglichen Überlegungen nachlesen. An dieser Stelle geht es allein darum, den Besucher*innen meiner Homepage einen knappen Überblick dazu anzubieten, was sie nun unter dieser Rubrik finden können.

Ich beginne mit meinen literarischen und literaturwissenschaftlichen Texten. In Bezug auf einen Romanerstling Immer auf dem Weg. Mit flüchtigen Hoffnungen, aufsteigenden Albträumen und neu erinnerten Zukünften weiter unterwegs , einem Roman in neun Erzählungen, für den autobiographische Motive wichtig sind, der aber ausdrücklich kein autobiographischer Roman werden sollte, habe ich derzeit das Bemühen um einen renommierteren Verlag noch nicht ganz aufgegeben. Eine Reihe erfreulicher Feedbacks, nicht nur von alten Freunden, sondern auch von neuen Kollegen aus dem LiteraturRaum DortmundRuhr ermutigen mich dazu. Im Übrigen konzentriere ich mich bei meinen literarischen Leidenschaften und Ambitionen aber vornehmlich darauf, dauerhaft eine etwas größere regionale Präsenz im Rahmen des LiteraturRaum DortmundRuhr zu erreichen. Neben stetigen Veröffentlichungen in Anthologien ist der kleine Verlag Dortmunder Buch hier die Verlagsadresse, die sich für mich anbietet. Meine Annäherungen an Friedrich Hölderlin in Lyrik und Prosa sind dort erschienen. Ein vergleichbares Buch zu Paul Celan wird dort im Juni 2021 erscheinen.

Auf meiner Homepage habe ich zuletzt meine literaturwissenschaftlichen Essays und einige literarische Texte neu sortiert. Die Zahl der Essays ist in den letzten Jahren deutlich größer geworden. Ich habe sie auch in einem Essayband zusammengefasst, für den ich aber keinen Verlag gefunden habe. Ihn stelle ich hier nicht ein. Da ich andere Texte, wie eben erwähnt, in Printversion in kleiner Auflage veröffentliche, bleiben letztlich nur zwei Manuskripte, die ich auf dieser Homepage weiterhin anbieten möchte:

Nun zu den sozialwissenschaftlichen Buchmanuskripten. Hier möchte ich zum einen zwei Buchmanuskripte zu früheren Forschungsprojekten weiter zugänglich halten, die für die von mir, bzw. am Landesinstitut Sozialforschungsstelle gegen den Mainstream der Industriesoziologie durchgehaltene Gewerkschaftsforschung stehen. Sie sind seinerzeit aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht veröffentlicht worden. Zu ihnen kommt nun ein Buchmanuskript mit philosophischen Aufsätzen aus den Jahren 2017/2018 hinzu. Weiterhin stelle ich das Manuskript neu ein, mit dem ich, wie in meinem Bilanzessay näher ausgeführt, zu Beginn dieses Jahres noch einmal einen Versuch unternommen habe, das Interesse eines renommierten Verlages zu wecken. Zu beiden Gruppen von Buchmanuskripten sind, so denke ich, an dieser Stelle einige knappe Bemerkungen angebracht

Vergangenheit die nicht vergeht. Zukunft, die uns (noch) offen steht. Literarisch-philosophisch angeregtes Erinnern und Nachdenken in beunruhigender Zeit Nachdem meine Bemühungen um einen geeigneten Verlag gescheitert sind, habe ich unter dieser Rubrik im Oktober 2021 ein weiteres Buchmanuskript neu eingestellt. Bereits in seinem Titel wird sehr deutlich, wie eng für mich mittlerweile wissenschaftliche und literarisch-künstlerische Zugänge zur Wirklichkeit als unterschiedliche, einander aber komplementär ergänzende Perspektiven auf sie wichtig geworden sind. Wer das Manuskript liest, der wird finden, dass ich nach den letzten zehn Jahren in mir selbst den Sozial- und Politikwissenschaftler, der inzwischen leidlich gut philosophisch fundiert ist, und den literarisch Schreibenden, der auf diese Weise seine Welt literarisch zu gestalten und so besser zu ertragen sucht, nicht mehr gegeneinander auftrennen kann und will. Die verschiedenen Perspektiven sind für mich viel zu eng miteinander verknüpft, und sie befruchten sich wechselseitig

Ähnlich wie in der Zusammenstellung meiner philosophischen Aufsätze geht es mir dieses Mal literarisch darum, die Herausforderungen unserer Zeit aus einem Blick auf die Geschichte des demokratischen Projekts unserer Moderne heraus klarer zu fassen. In Auseinandersetzung mit der Dichtung Friedrich Hölderlins gehe ich auf die Zeit europäischen Aufklärung und der ersten industriellen Revolution im Ausgang des 18. Jahrhunderts zurück. Es geht um die damit verbundenen hochfliegenden Hoffnungen und die ersten bitteren Enttäuschungen. Die Dichtung Paul Celans gibt mir danach Gelegenheit, mich mit seiner Verarbeitung der Erfahrungen der „Nacht des zwanzigsten Jahrhunderts" zu beschäftigen, in die dieses Projekt in einem ‚zweiten dreißigjährigen Krieg' in der zweiten Hälfte des 20., Jahrhunderts eingemündet ist. Es ist die Vertiefung in das Werk eines Lyrikers, der diese für ihn selbst existenziellen Erfahrungen so eindrucksvoll verarbeitet hat, wie kaum ein anderer. Im Anschluss an meine in den letzten Jahren intensive Auseinandersetzung mit dem Werk Albert Camus, das gegenwärtig ja in Politikwissenschaft, Philosophie und Politik vermehrt neu rezipiert wird, reflektiere ich daran anschließend die Herausforderungen unserer von multiplen Krisen geprägten Zeit - und zwar im Hinblick auf die Chancen, die es für ein erfolgreiches (Zusammen)handeln (noch) gibt - auch wenn dies immer nur zu relativen und vorläufigen Verbesserungen unserer Lage führen kann. Mein Buchmanuskript ist also politisch aktuell, aber ich lasse mich von lyrisch und essayistisch verdichteten literarischen Werken einiger Großer inspirieren, und ich nutze selbst literarische Techniken.

Ich kann es an dieser Stelle bei diesen knappen Bemerkungen zu den sechs Buchmanuskripten belassen, die ich nunmehr unter der Rubrik komplette Bücher eingestellt habe. Einige andere Manuskripte, etwa meine Zusammenstellung von Gedichten aus über dreißig Jahren habe ich unter dieser Rubrik gelöscht, unter anderem weil ich bemerke, dass ich mit den einen oder anderen dieser Gedichte weiter arbeite, sie in anderen Zusammenhängen neu verwenden möchte, oder auch weil ich die Zusammenstellung dieser überwiegend älteren Gedicht im Fortgang meiner Beschäftigung mit Lyrik nicht mehr für angezeigt halte. Auf der anderen Seite gibt es weitere Manuskripte, die sozusagen ‚auf Halde liegen'. Insbesondere betrifft dies drei Essaybände - den oben schon erwähnten Band mit literaturwissenschaftlichen Essays und weitere zum Verhältnis von Philosophie und Politik oder auch mit stärker (berufs)biographischen Rückblicken eines ‚späten 68ers'. Wie ich es bin. Sie habe ich in diese Rubrik unter anderem deshalb nicht aufgenommen, weil die jeweiligen Essays ganz überwiegend als Einzelveröffentlichungen unter unterschiedlichen anderen Rubriken zu meinen sozialwissenschaftlichen Texten auf dieser Homepage eingestellt sind. Der Zugewinn durch ihre Zusammenstellung zu Buchmanuskripten, hätte aus meiner Sicht in diesen Fällen die erheblichen Dopplungen nicht gerechtfertigt, wenngleich ich die Essays dazu zumeist ein wenig überarbeitet habe.

Ich hoffe, die einzelnen Manuskripte durch diese knappe Einführung besser zugänglich zu machen und vielleicht auch ein wenig Aufmerksamkeit auf das eine oder andere der Manuskripte lenken zu können. Zugleich ist die Revision dieser Rubrik die ich damit vollzogen habe, so etwas wie ein Schlussstrich unter meine mehrjährigen Bemühungen darum, für einige meiner neueren Manuskripte[1] bei einem größeren Verlag hinreichendes Interesse zu wecken.

Helmut Martens

Dortmund im Mai 2021



[1] Es gibt noch weitere Manuskripte, die sozusagen ‚auf Halde liegen'. Insbesondere betrifft dies drei Essaybände, unter anderem mit literaturwissenschaftlichen Essays oder solchen zum Verhältnis von Philosophie und Politik. Sie habe ich in diese Rubrik unter anderem deshalb nicht aufgenommen, weil die jeweiligen Essays ganz überwiegend als Einzelveröffentlichungen unter unterschiedlichen Rubriken zu meinen sozialwissenschaftlichen Texten auf dieser Homepage eingestellt sind. Der Zugewinn durch ihre Zusammenstellung zu Buchmanuskripten, verbunden mit einer neuerlichen Überarbeitung, hätte aus meiner Sicht in diesen Fällen die erheblichen Dopplungen nicht gerechtfertigt.


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